Eine lebendige Demokratie braucht uns alle! Demokratische Verhältnisse müssen immer wieder neu errungen, geschützt, verteidigt und weiterentwickelt werden. Wir – als Gesellschaft – sind hier und heute aufgerufen, Spaltungs- und autoritäre Tendenzen hintanzuhalten.
Vielmehr wollen wir für eine solidarische Zukunft aktiv sein. Dafür braucht es eine engagierte Zivilgesellschaft, die sich in politische Prozesse einbringt. Engagierte Menschen und Initiativen achten darauf, dass Menschen-, Frauen- und Minderheitenrechte gewahrt bleiben. Genauso müssen wir die Presse- und Informationsfreiheit verteidigen. So wie Meinungs- und Versammlungsfreiheit ein erkämpftes und schützenswertes Gut sind. Nicht zuletzt ist eine unabhängige Justiz ein unverzichtbarer Pfeiler in der Demokratie. Es geht um Gerechtigkeit für und innerhalb unserer Gesellschaft. Wir engagieren uns dafür!
In der Demokratiewoche laden wir durch vielfältige Veranstaltungen, spannende Vorträge und Diskussionen, kreative Aktionen und Mitmachformate ein, mitzureden, sich zu informieren und zu vernetzen.
Komm auch du vorbei!Wir engagieren uns dafür!
Diese Initiative wird von BÜNDNIS2025, #zusammenHaltNÖ und befreundeten Initiativen koordiniert!
Veranstaltungen und Aktionen finden an mehreren Orten in NÖ statt:
Gesamtprogramm Demokratiewoche 2026 zum Download
AMSTETTEN
Freitag, 23.10., 19:00, Jugendzentrum Atoll, Stefan-Fadinger-Str. 25 | Amstetten
„Jugend fragt – Politik antwortet“
Jugendliche und junge Erwachsene aus Amstetten, Scheibbs und Waidhofen an der Ybbs befragen Ulrike Königsberger-Ludwig (Staatssekretärin im Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz).
Ulrike Königsberger-Ludwig: „Politik wirkt für viele oft weit weg – als würde da irgendwo über die Köpfe hinweg entschieden. Genau deshalb ist mir der direkte Austausch so wichtig. Formate wie ‚Jugend fragt, Politik antwortet‘ zeigen: Hinter jeder Entscheidung stehen Menschen, die man ansprechen kann und denen man auch unbequeme Fragen stellen darf. Mich beeindruckt jedes Mal, wie genau junge Menschen nachfragen. Sie machen sichtbar, welche Themen im Alltag wirklich ankommen – und wo wir besser erklären müssen, was wir tun und warum. Das ist gelebte Demokratie, und ich freue mich über jede einzelne Frage.“
BAD VÖSLAU
Freitag, 16.10., 15:00-16:30, Kammgarnzentrum, Hanuschgasse 1/Stg.2/EG | Bad Vöslau
„Wer bestimmt hier eigentlich?“
Erzähltheater mit Workshop für Volksschulkinder
Was ist Demokratie eigentlich? Und warum ist es wichtig, dass jede und jeder mitreden darf? Gemeinsam gehen wir diesen Fragen
nach. Mit einem Kamishibai-Erzähltheater, spannenden Geschichten und kreativen Mitmach-Aktionen entdecken wir, wie gemeinsames Entscheiden funktioniert und warum jede Meinung zählt. Die Veranstaltung richtet sich an Kinder im Volksschulalter. In einer kleinen Gruppe erleben die Kinder, wie schön es ist, zuzuhören, eigene Ideen einzubringen und gemeinsam Lösungen zu finden. Spielerisch lernen sie, dass Mitbestimmung, Fairness und Zusammenhalt unseren Alltag bereichern – in der Schule, in der Familie und mit Freundinnen und Freunden. So wird Demokratie für Kinder verständlich und erlebbar.
Die Teilnahme ist gratis.
Anmeldung: heidi@effis.at
Mobil: 0699 / 19 52 27 65
Samstag, 17.10., 09:00-13:00, Wochenmarkt am Schlossplatz
„Ein Stück vom Kuchen der Demokratie“
Demokratie-Marktstand mit Infos und Kuchen
Kommen Sie vorbei und reden Sie mit uns über Demokratie, Zusammenhalt und Mitgestaltung. Bei Kaffee und Kuchen möchten wir mit Ihnen ins Gespräch kommen. Uns interessiert, was Sie bewegt, welche Themen Ihnen im Alltag wichtig sind und welche Ideen Sie
für unsere Gemeinde haben. Ob Fragen, Anregungen oder Kritik – wir hören zu und tauschen uns auf Augenhöhe aus. Demokratie
lebt vom Dialog und vom Mitmachen. Deshalb schaffen wir einen offenen Rahmen für Begegnungen und gute Gespräche. Nutzen Sie die Gelegenheit, uns kennenzulernen, Ihre Anliegen einzubringen und gemeinsam über die Zukunft unserer Gemeinde und darüber hinaus nachzudenken. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
BADEN
Mittwoch, 21.10., 19:30, Cinema Paradiso
Film: „AMS Arbeit muss sein“, Ö 2026, 100 min.
In der Satire rund um ein fiktionales AMS, das „Arbeitsplatz-Matching-System“, schließt sich eine Gruppe von Langzeitarbeitslosen,
angeführt von Marie Wotruba (Margarethe Tiesel), zusammen, um gemeinsam gegen Strukturen zu kämpfen, die sie hindern,
das Leben zu führen, das sie wollen. Dazu braucht es Zusammenhalt, Erfindungsgeist und Verbündete außerhalb genauso wie
innerhalb des Systems.
Anschließend Gespräch mit Michaela Moser, Sozialexpertin, Dozentin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften St Pölten,
Armutskonferenz.
Donnerstag, 22.10., 19:00, At the Park Hotel, Raum Kurpark, Kaiser Franz Ring 5 | Baden
Brauchen wir eine gerechtere Sozialpolitik?
Vortrag und Diskussion mit ao.Univ.Profin Karin Heitzmann (Sozioökonomin, lehrt und forscht am Institut für Sozialpolitik der WU Wien und leitet dort das Forschungsinstitut Economics of Inequality)
Sozialpolitik erfüllt idealerweise viele Aufgaben:
Menschen vor Armut schützen, Wohlstand umverteilen, soziale Gerechtigkeit herstellen, gesellschaftliche Polarisierung verhindern, Demokratien schützen. Wie schaut es in der Praxis aus? Wie ist Sozialpolitik in Österreich organisiert? Wer finanziert den Sozialstaat? Wer kommt in den Genuss von sozialer Absicherung, wer nicht? Warum ist es für die gesamte Gesellschaft wichtig, dass der Sozialstaat funktioniert? Welche Risken birgt Sozialabbau – für die Menschen und für die Demokratie?
EGGERN
Samstag, 06.11., 19:00, Gasthaus Kutscherklause, Marktplatz 4 | Eggern
Filmvorführung „Noch lange keine Lipizzaner“
und Publikumsgespräch mit Ressigeurin Olga Kosanovic
Ausgehend von der persönlichen Erfahrung, untersucht der Film die komplexe und oft emotionale Frage des Dazugehörens. Mit spielerischer Leichtigkeit und feinem Humor nähert sich die Regisseurin den absurden, restriktiven Hürden des österreichischen Einbürgerungsgesetzes und hinterfragt strukturelle Missstände.
Eintritt: € 12,-
GMÜND
Samstag, 17.10., 09:00-12:00, vor dem Billa-Plus, Habsburg-Lothringen-Straße. 2 | Gmünd
DemokraTISCH
„Ein Stück vom Kuchen der Demokratie für alle“
Kommen Sie zu unserem Infostand, genießen Sie ein Stück Kuchen und informieren Sie sich über unterschiedliche Demokratie-Initiativen. Erzählen sie uns: „Was denken Sie über Demokratie und warum?“
Donnerstag, 22.10., 18:00, Taverna Perikles, Litschauer Str. 5 (1. Stock) | Gmünd
„Demokratie braucht soziale Gerechtigkeit“ Vortrag und Diskussion mit Prof. I.P. Jörg Flecker
danach Dialogformat „Sprechen und Zuhören“ von „Mehr Demokratie e.V.“
Was passiert, wenn die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird und warum gefährdet dies die Demokratie? Was geht verloren, wenn soziale Ungleichheit steigt? Was braucht es, um soziale Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.
HAINFELD
Dienstag, 20.10., 19:30, Stadtkino, Kirchengasse 4 | Hainfeld
Filmvorführung „Noch lange keine Lipizzaner“
und Publikumsgespräch mit Uschi Berthold (Verein „Ankommen in Würde“)
Ausgehend von der persönlichen Erfahrung, untersucht der Film die komplexe und oft emotionale Frage des Dazugehörens. Mit spielerischer Leichtigkeit und feinem Humor nähert sich die Regisseurin den absurden, restriktiven Hürden des österreichischen Einbürgerungsgesetzes und hinterfragt strukturelle Missstände.
HORN
Donnerstag, 22.10., 19:00, Weltladen, Pfarrgasse 7 | 3580 Horn
„Schluss mit dem Amtsgeheimnis:
Was bringt uns das neue Informationsfreiheitsgesetz?“
Infoabend mit Felix Gantner und Dieter Schewig
Nach fast 100 Jahren gehört das verstaubte Amtsgeheimnis in Österreich der Vergangenheit an. Seit dem Inkrafttreten des Informa-tionsfreiheitsgesetzes (IFG) ist Transparenz kein Gnadenakt der Verwaltung mehr, sondern ein verfassungsgesetzlich verankertes Grundrecht für alle Bürgerinnen und Bürger.
NEULENGBACH
Mittwoch, 21.10., 19:00, Raiffeisensaal, Hauptplatz 19 | Neulengbach
„Demokratie stärken – Menschenrechte sichern.
Internationale Perspektiven – lokale Handlungsmöglichkeiten“
Impule und Publikumsdiskussion mit Manfred Nowak und weiteren ReferentInnen
Geopolitische Unsicherheit und veränderte Machtverhältnisse fordern Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte heraus. Wie stabil sind demokratische Institutionen in Europa und Österreich? Welche Rolle spielen Medien, Zivilgesellschaft und politische Bildung? Kurze Impulse verbinden internationale und österreichische Perspektiven. Anschließend diskutiert das Publikum mit. Auch lokale Handlungsmöglichkeiten werden angesprochen.
Manfred Nowak ist Menschenrechtsexperte und ehemaliger UN-Sonderberichterstatter über Folter.
Anmeldung: info@gesob.at
Donnerstag, 22.10., 19:00-21:00, WirtschaftsHub, Wienerstr. 2 | Neulengbach
„Demokratisch wirtschaften – wie geht das?“
Workshop mit Marianne Gugler
Wie können Unternehmen und Organisationen demokratisch entscheiden und handlungsfähig bleiben? Der Workshop gibt Einblick in demokratische Wirtschaftsformen und das Modell der soziokratischen Genossenschaft. In einer praktischen Übung lernen die Teilnehmer die Konsententscheidung kennen und entwickeln Ideen für lokale Anwendungen.
Marianne Gugler ist Beraterin für Kooperation und Genossenschaftswesen und begleitet Initiativen, Vereine und Unternehmen bei gemeinschaftlicher Organisation und Beteiligung. Im Anschluss gibt es Zeit für Diskussion, Vernetzung und ein kleines Buffet.
Anmeldung: info@gesob.at
PURKERSDORF
Donnerstag, 15.10., 19:00, Stadtsaal Purkersdorf, Bachgasse 10 | Purkersdorf
„Steuern & sparen & investieren: Finanzieller Handlungsspielraum auf kommunaler Ebene in Zeiten wie diesen“
Vortrag und Diskussion mit Dr.in Margit Schratzenstaller, MA
Margit Schratzenstaller wird – ausgehend von der derzeit angespannten Lage der öffentlichen Finanzen – reale Handlungsmöglichkeiten aufzeigen, wie trotzdem in eine ökologische und soziale faire Richtung gegangen werden kann.
Dr.in Margit Schratzenstaller, MA ist Mitglied im Österreichischen Fiskalrat, seit 2003 Ökonomin am WIFO und war dort mehrjährige Stellvertretende Leiterin.
Samstag, 07.11., 13:00-14:30, Treffpunkt: Bäckerei Mann, am Hauptplatz | Purkersdorf
„Historischer Rundgang zu den Wohnstätten vertriebener jüdischer MitbürgerInnen“
mit Prof. Dr. Christian Matzka
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Sanatorium Purkersdorf, das – neben zahlreichen anderen Häusern – ebenfalls „arisiert“ wurde und eine zentrale Rolle in der lokalen NSGeschichte spielte. Nach der früher dort lebenden und später ermordeten Amalie Redlich wurde kürzlich ein Weg benannt. Es besteht nun der Vorschlag, für die in den letzten Kriegstagen in Purkersdorf getöteten Kinder eine Gedenktafel zu schaffen.
STOCKERAU
Donnerstag, 22.10., 18:30 – 21:00, Kirchenturnhalle, Schießstattgasse 4 (Eingang Schulgasse, Platz vor der Kirche) | Stockerau
Demokratie-Fitness-Training und Impulsvortrag
Demokratie-Fitness-Training mit Mona Naderer („Frauen für Frauen“) und Impulsvortrag zu „Frauen, Sozialpolitik und Demokratie“ mit Traude Novy
Demokratie sind wir alle – im Alltag, am Arbeitsplatz, in der Familie oder im Freundeskreis. Dabei helfen uns „Demokratie-Muskeln“ wie Empathie, aktives Zuhören, Streitkultur oder Kompromissfähigkeit. Wir trainieren zwei Demokratie-Muskeln mit kurzen, spielerischen Übungen. Weiters erläutert die Erwachsenenbildnerin, Autorin und ehemalige Vorsitzende der Katholischen
Frauenbewegung Traude Novy, welche Auswirkungen Sozialabbau insbesondere auf Frauen hat, und warum das unsere Demokratie gefährdet. Danach lassen wir den Abend bei einem kleinen Imbiss und anregenden Gesprächen ausklingen.
ST. PÖLTEN
Montag, 19.10., 18:30, Cinema Paradiso, Rathausplatz 14 | St. Pölten
Filmvorführung „AMS. Arbeit muss sein“
Was ist das genau für ein „Service“, den der Arbeitsmarktservice gemäß Eigenbezeichnung anbietet? Vor allem für wen? Wohl kaum für die „Kundinnen“ Marie Wotruba (Margarethe Tiesel) und Mahdiya Sayegh (Mariam Hage), die in AMS – Arbeit Muss Sein ganz spezielle Erfahrungen vor Ort machen. Marie bekommt mit ihren 58 Jahren in der modernen Arbeitswelt kaum noch einen Fuß auf den Boden, und Mahdiya muss erkennen, dass die AMS-Angestellte Kathi Kratochvil (Marie-Luise Stockinger) sich schlicht keine Frau mit Migrationshintergrund in Mahdiyas Traumberuf Polizistin vorstellen kann. (Lukas Foerster)
In der Satire rund um ein fiktionales AMS, das „Arbeitsplatz-Matching-System“, schließt sich eine Gruppe von Langzeitarbeitslosen zusammen, um gemeinsam gegen Strukturen zu kämpfen, die sie hindern, das Leben zu führen, das sie wollen. Dazu braucht es Zusammenhalt, Erfindungsgeist und Verbündete außerhalb genauso wie innerhalb des Systems.
Regie: Sebastian Brauneis, AT 2026, 100min
Mittwoch, 21.10., 18:30, Stadtbibliothek-Dachboden, Domplatz 2 | St. Pölten
Filmvorführung „Ein Tag ohne Frauen“ und Diskussion zum Thema „Braucht unsere Demokratie mehr Feminismus?“
Bereits 1975 hat die Generalsversammlung der UN das Internationale Jahr der Frau proklamiert und den 8. März zum „Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“ etabliert. In der Folge haben es Frauen in Island geschafft, patriarchale Grenzen zu überwinden und institutionelle Spitzenpositionen zu besetzen. Dies zeigt der beeindruckende Film der Regisseurin Pamela Hogan „Ein Tag ohne Frauen“ aus dem Jahr 2024. In Österreich fehlt es bislang an echter gesellschaftlicher
Gleichberechtigung. Braucht es mehr demokratischen Diskurs zu Gleichstellungsfragen? Kann eine neue feministische Bewegung Frauen endlich zu mehr Fairness in unserer Gesellschaft verhelfen? Können Frauen durch das „Freinehmen“ ein Zeichen setzen, das wirkt? Braucht es auch in Beziehungen zwischen Staaten und hinsichtlich des Weltfriedens die Stimme der Frauen, wie das die UNO betonte? Und das bereits 1975!
Eintritt frei
Freitag, 23.10., 18:00, GESA – Haus des Lernens, Daniel Gran Straße 36a, Zugang über Feuerwehrdurchfahrt Kerensstraße 14 | St. Pölten
Lesung und Diskussion „Vorsicht: Erlösung“
Täuschung gelingt, wo Menschen ihre wirklichen Bedürfnisse nicht mehr kennen oder nie kennengelernt haben, zur „Erlösung“ bedarf es der eigenen Mitwirkung. In fünf zentralen Lebensbereichen zeigt das Buch vertraute und verführerische Angebote auf, die vermeintliche Erlösung versprechen. Alternativen werden vorgestellt.
Samstag, 24.10., 10:00-16:00, GESA – Haus des Lernens, Daniel Gran Straße 36a, Zugang über Feuerwehrdurchfahrt Kerensstraße 14 | St. Pölten
Workshop „#Mut zur Demokratie und Gewaltfreiheit mit Beteiligung“
Gemeinsames Üben mit anschließender Ernte von ermutigenden Erfahrungen. Was macht uns Angst, wie konnten und können wir diesen Ängsten begegnen, wie lernen wir voneinander.
Montag, 26.10., 10:00-16:00, GESA – Haus des Lernens, Daniel Gran Straße 36a, Zugang über Feuerwehrdurchfahrt Kerensstraße 14 | St. Pölten
Workshop „#Mut zur Zivilcourage gegen Gewalt an Frauen“
Das Ausmaß der Gewalt an Frauen in Österreich ist alarmierend. Gewalt, hauptsächlich verursacht vom männlichen Teil der patriarchalen Gesellschaft, pflanzt sich von einer Generation zur nächsten fort.
Das können und müssen wir gemeinsam stoppen, denn es gefährdet Gesellschaft und Demokratie. Männergewalt an Frauen richtet enormen Schaden an, sie verursacht unendlich viel Leid bei Betroffenen und Angehörigen, und sie verursacht gravierenden volkswirtschaftlichen Schaden. Männergewalt ist gefährlich, sie zerstört Beziehungen, sie tötet Frauen und Kinder.
WÖLBLING
Donnerstag, 22.10., 18:30, Volks- und Jugendheim, Anzenhof 37 | 3124 Wölbling
Filmvorführung und Diskussion: „Ein Tag ohne Frauen“
Wir zeigen den preisgekrönten Dokumentarfilm „Ein Tag ohne Frauen“ von Pamela Hogan und Hrafnhildur Gunnarsdóttir.
Der Film erzählt die Geschichte des 24. Oktober 1975, als rund 90 Prozent der isländischen Frauen ihre Erwerbsarbeit niederlegten und auch zu Hause die Arbeit ruhen ließen. Sie wollten sichtbar machen, welchen unverzichtbaren Beitrag Frauen für Wirtschaft und Gesellschaft leisten – und forderten Gleichberechtigung und Anerkennung. Für einen Tag stand Island praktisch still. Aus diesem außergewöhnlichen gemeinsamen Protest entwickelte sich ein wichtiger Impuls für die weitere gesellschaftliche und politische Entwicklung des Landes.
Im Anschluss Snacks, Getränke und Austausch.
Eintritt frei.
ZIERSDORF
Freitag, 23.10., 19:00, Volksheim Ziersdorf, Hornerstr. 42 | Ziersdorf
„Demokratie in der Gemeinde – Demokratie in Europa“
Österreich ist seit über 30 Jahren Teil der Europäischen Union und noch immer wird davon geredet, was die in Brüssel und Straßburg für uns entscheiden. Dabei lebt unser gemeinsames Europa davon, dass sich alle beteiligen und die „große“ Politik – vom Klimaschutz bis hin zur Wettbewerbsfähigkeit – bis in die kleinste Gemeinde wirkt. Als EU-Abgeordneter und Bürgermeister kennt Günther Sidl beide Seiten. Wir erwarten eine spannende Diskussion über die Zukunft der EU und die Herausforderungen für unsere Städte und Gemeinden.
ONLINE - WEBMEETING
Donnerstag, 22.10., 17:00-19:00, online, Anmeldung: info@fairsorgen.at | Online-Webmeeting
„Sorgende*Streiken – ohne Care steht alles still“ austauschen, vernetzen und organisieren
Kinder betreuen. Menschen pflegen. Angehörige unterstützen. Den Alltag organisieren. Zuhören, trösten, versorgen. Vieles davon wird als selbstverständlich erwartet – und noch immer zu wenig als das anerkannt, was es ist: Arbeit, die unsere Gesellschaft trägt.
Care-Arbeit bleibt oft unsichtbar, schlecht bezahlt oder wird als selbstverständlich erwartet.
Das ändern wir, indem wir uns verbinden. Mit Sorgende*Streiken bringen wir jene zusammen, die Sorge tragen – bezahlt und unbezahlt. Wir teilen Erfahrungen, machen sichtbar, was unsere Gesellschaft wirklich trägt – und entwickeln gemeinsam Kraft und Ideen für Veränderung. Care ist eine Frage der Demokratie. Wer Sorge trägt, muss mitentscheiden können, wie wir miteinander leben und was unsere Gesellschaft trägt. Solidarische Demokratie heißt: Erfahrungen verbinden, Stimme erheben, gemeinsam handlungsfähig werden. Hinschauen. Verbinden. Handeln. Denn aus dem, was jede Einzelne erlebt, kann etwas Gemeinsames entstehen. Und aus dem Gemeinsamen: Handlungsmacht.
Ein kurzer inhaltlicher Impuls von Elisabeth Klatzer, FAIRSorgen und FRAUEN*Streiken, eröffnet den Abend. Danach geht es ums gemeinsame Austauschen, Vernetzen und Weiterdenken: Was braucht es, damit Care sichtbar, anerkannt und politisch wirksam wird? Und wie werden wir gemeinsam aktiv?
Zwei Stunden online zum Austauschen, Vernetzen und Organisieren, denn:
Ohne Care steht alles still. Gemeinsam setzen wir uns in Bewegung.
















