Demokratie ist der beste Platz zum Leben!
Warum gibt es die Demokratiewoche und was braucht eine liberale Demokratie
7.10.2026 | 11:00 | St. Pölten, Cinema Paradiso, Rathausplatz 13 | & Livestream.
Aufzeichnung des Pressegesprächs vom 7.10.2026:
(ab min 2:14)
Pressetext #zusammenHaltNÖ | 7.10.2026:
Das Pressegespräch zum Nachhören: https://www.youtube.com/live/aA8-s4hc-_k
Demokratie ist der beste Platz zum Leben!
Expert*innen und Praktiker*innen aus der Zivilgesellschaft erklären, warum es die Demokratiewoche gibt.
Die Demokratiewoche findet vom 19.-26.10.2026 österreichweit statt.
Die Demokratiewoche setzt heuer wieder ein starkes Zeichen der Zivilgesellschaft. Initiativen, Vereine, Institutionen bringen 250 Veranstaltungen österreichweit „auf die Bühne“.
Vielfältig, witzig, ernst, kreativ, problembewusst, zukunftsorientiert wird über Demokratie informiert, debattiert, nachgedacht, gestritten, diskutiert. Demokratie wird gefeiert.
In Niederösterreich zeigen 23 Veranstaltungen, wie Demokratie mit Sozial- oder Wirtschaftspolitik, mit EU-Politik, mit Zugang zu Staatsbürgerschaft, mit Menschenrechten, mit Care-Arbeit, Gewaltschutz, Gleichberechtigung von Frauen u.a. zusammenhängt.
Demokratie heißt beteiligen, mitreden und mitentscheiden. Das führen Initiativen eindrücklich in Amstetten, Baden, Bad Vöslau, Eggern, Gmünd, Hainfeld, Horn, Neulengbach, Purkersdorf, Stockerau, Wölbling, St. Pölten und Ziersdorf vor.
#zusammenHaltNÖ koordiniert Aktivitäten lokaler Initiativen in 14 niederösterreichischen Gemeinden und arbeitet dabei mit dem Bündnis 2025 zusammen. Das Bündnis 2025 hat die Demokratiewoche letztes Jahr aus der Taufe behoben. Denn: „Demokratie ist massiv unter Druck. Nicht nur in den USA, auch in vielen anderen Staaten werden Grundrechte und der Rechtsstaat von autoritären Regierungen ausgehebelt.“
Prof. Dr. Rainer Bauböck, Politikwissenschafter und Migrationsforscher, engagiert bei Bündnis 2025 weist auf die Grundlagen von Demokratie hin: „Demokratie braucht den Rechtsstaat, eine Öffentlichkeit, die von unabhängigen und öffentlich-rechtlichen Medien hergestellt wird, und eine aktive Zivilgesellschaft. Diese Grundlagen der Demokratie werden von rechtspopulistischen Parteien attackiert und zerstört, wenn autoritäre Kräfte an die Macht kommen.“
Samira Aibartueva, aktiv im Amstettner Verein g’scheckat, stellt fest: „Ich bin in Österreich geboren und lebe seither hier. Und trotzdem war die österreichische Staatsbürgerschaft für mich nicht automatisch gegeben. Während meines Staatsbürgerschaftsprozesses wurde mir
bewusst, was es bedeutet, die österreichische Staatsbürgerschaft zu bekommen. Und um wie viel einfacher wäre das Leben, wenn Menschen, die hier geboren sind, die Staatsbürgerschaft mit der Geburt bekämen.
Und sie ergänzt: „Wir alle können etwas beitragen zum Gelingen eines guten Zusammenlebens. Dafür braucht es Begegnung.“
Prof.in Dr. Michaela Moser, Sozialexpertin und Dozentin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften St. Pölten, engagiert sich bei der österreichischen Armutskonferenz. Sie ist überzeugt: „Demokratie lebt davon, dass Menschen gehört werden und ihre Lebensbedingungen
mitgestalten können. Gerade dort, wo Armut, Ausgrenzung oder Ohnmacht erlebt werden, braucht es Beteiligungsmöglichkeiten, die Selbstwirksamkeit stärken und zeigen: Auch deine Stimme zählt.“
Dr.in Gundi Dick, Politikwissenschafterin, Mitglied von #zusammenHaltNÖ ruft auf: „Runter von den Zuschauerbänken, rein ins politische Geschehen. Denn es braucht uns als Zivilgesellschaft. #zusammenHaltNÖ versteht sich als watch dog, als Seismograph für Problemlagen in
unseren Gemeinden, als Aufklärer*in gegen Rechtsextremismus. Und vor allem: #zusammenHaltNÖ setzt sich für sozialen Zusammenhalt ein – das tut uns allen und der Demokratie gut.“
St. Pölten, 7. 10. 2026
Rückfragehinweis: Dr.in Gundi Dick
T: 0676/7751121, E-Mail: kontakt@zusammenhaltnoe.at