02.10.2026 | 15:00-18:00 | St. Pölten, Ecke Kremsergasse/Brunngasse | 

 Wir organisieren eine Aktion in St. Pölten:


Bezahlkarte für Asylwerber*innen menschenrechtskonform gestalten.
Im Rahmen des „Langer Tag der Flucht“ sind wir von #zusammenHaltNÖ gemeinsam mit Amnesty International in St. Pölten auf der Straße. Am 2.10.2026 von 15:00-18:00 sammeln wir Unterschriften für eine menschenrechtskonforme Ausgestaltung der Bezahlkarte. Komm vorbei, unterschreib die Petition von #zusammenHaltNÖ und fordere damit die niederösterreichische Landesregierung auf, die Bezahlkarte menschenrechtskonform auszugestalten.

Hier gehts auch zur ➡️ ONLINEPETITION

Worum geht’s?
Nur 5,71 Euro pro Tag, keine Apotheke, kein Sozialmarkt, kein Öffi-Ticket.
Die Bezahlkarte, die im Nov. 2024 für Asylwerber*innen in NÖ eingeführt wurde, schränkt den Gestaltungsspielraum ihrer ohnehin finanziell prekären Lage noch mehr ein und ist entwürdigend!





Asylwerber*innen dürfen in  Österreich nicht arbeiten und sind deshalb auf Unterstützung durch die öffentliche Hand angewiesen. Bis November 2024 erhielten Menschen in der Grundversorgung ihr Taschengeld und Verpflegungsgeld in bar. 



Nun wird täglich ein Betrag € 5,71 auf eine Pluxeekarte (Bezahlkarte) mit eingeschränktem Geltungsbereich überwiesen. Im Februar dieses Jahres wurde ein Antrag auf zumindest wöchentliche Aufbuchung der Grundversorgungsleistung, also € 39,97, auf die Bezahlkarte von der Landesregierung abgelehnt. In anderen Bundesländern hingegen funktioniert die Bezahlkarte wie eine Bankomatkarte mit der Einschränkung, dass Auslandsüberweisungen nicht möglich sind.

Besonders Kinder machen durch diese niederösterreichische Praxis der Grundversorgung bereits prägende Diskriminierungserfahrungen. Sie können nicht, wie ihre Mitschüler*innen, Taschengeld für die Jause oder einen Beitrag für den Schulausflug erhalten.

Wiederholte technische Mängel führen dazu, dass die Karteninhaber*innen die Karte nicht benutzen können. Ein entwürdigender und unhaltbarer Zustand!
Anstelle von Integration wird Isolation und Desintegration gefördert.

Wir fordern in dieser Petition die Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner auf:

  • Veranlassen Sie eine Reform der aktuellen Ausgestaltung nach menschenrechtlichen Kriterien unter Einbeziehung der Expertise und Erfahrungen relevanter Sozialorganisationen sowie asylsuchender Menschen. Ziel ist es, für Menschen im Asylverfahren einen angemessenen Lebensstandard zu ermöglichen.
  • Die Bezahlung mit der Bezahlkarte soll breit möglichst ausgeweitet werden. Sie muss auch in Apotheken, Secondhand- Läden, weiteren Lebensmittelgeschäften, Sozialmärkten und für öffentliche Verkehrsmittel nutzbar sein.
  • Die wiederkehrenden technischen Probleme müssen überprüft und umgehend behoben werden.
  • Passen Sie das niederösterreichische System den funktionierenden Systemen in anderen Bundesländern (wie z.B. Tirol) an.
#zusammenHaltNÖ